Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 07:07

Endlich mal wieder ein Spiel in Müngersdorf, von dem wir in Jahren noch reden werden. Der BVB hatte mMn "nur" die ersten 20 Minuten, die aber waren furchterregend. Nach dem 1:0 hat sich der FC reingekämpft und war in der zweiten Hälfte klar besser. (Enger an den Zweikämpfen, früher verteidigt, Hector ins MF). Da konnte Dortmund nur mal in einer kurzen Phase aufschließen, baute aber ansonsten körperlich, aber auch in der Konzentration, ab. Von wegen Tuchels Spielphilosophie "Wir spielen, wenn nötig, den Gegner mürbe. Dann fallen die Tore zwangsläufig". Ich habe in Hälfte 2 keine klare Chance für Dortmund in Erinnerung, Horn war kaum gefordert.
Natürlich ist die Kreativseite, gerade vor dem gegnerischen Strafraum, immer noch mehr als bescheiden, genauso wie die Standards (Risse!!!!! - arrgghh). Aber der Mannschaft gelingt es in guten Spielen, dies mit Einsatzbereitschaft zu kompensieren (sicher keine langfristige Lösung). Und von zwei etwas glücklichen Toren zu sprechen, halte ich zu kurz gesprungen - Wenn's schon mit dem Kombinations- oder auch Konterfussball nicht klappt, muss man andere Wege finden. Der FC hat den BVB zu den Fehlern gezwungen, das war Ergebnis des Drucks, der aufgebaut wurde (Stichwort "Torwart" oder "warum darf ein Innenverteidiger ungehindert bis in den gegnerischen Straumraum köpfen und Torvorlagen liefern?"). Auch das ist ein Weg, Tore zu erzielen, gerade wenn es auf anderem Wege nicht reicht. Das hat die Mannschaft erkannt und damit (gestern) ihre eigenen Defizite ausgeglichen.
Sogar das "Ich will mal den BVB mit all den Superstars und Weltmeistern in Köln sehen"-Eventpublikum hat die eigene Mannschaft unterstützt. Und zum Schluss - Grandioser und stimmungsvoller Ausklang bei gedämpftem Licht und "Handy-Illumination" - Gänsehaut! Gestern war ich ein sehr stolzer FC-Fan cheers
Aber kann mir mal jemand erklären, was Tuchel da für eine Begründung für die Niederlage abgegeben hat? "Köln hat das Spiel auf eine emotionale Ebene gehoben. Wir sind unter Druck gekommen und konnten uns nicht mehr befreien." Hält der Fussball wirklich für Rasenschach ohne jeden Kampf und Leidenschaft? Der Kerl ist ja ohnehin für seine verquasten Aussagen bekannt. Da lobe ich mir doch unseren Trainer, der mMn (fast) immer die richtigen und klaren Worte trifft!
Und wo bleibt der Beweis der These "in Heimspielen sehen wir in den letzten 30 Minuten grundsätzlich Angsthasenfussball .... blablabla." Gestern war Leidenschaft, Mut und der Wille zum Erfolg zu sehen. Das hat den FC vom BVB unterschieden. Jeder im Stadion wäre mit dem einen Punkt zufrieden gewesen, aber die Geissböcke haben weiter auf Sieg gespielt. Mehr davon in der Rückrunde!

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Plissken am So 20 Dez 2015, 09:11

fccassandra schrieb:
Novesia schrieb:Stöger sollte endlich mit diesem Defensiv-Mist aufhören. Die Mannschaft kann und will mehr! Immerhin hat er in der 2. Halbzeit seinen "Fehler" korrigiert und mit dem Doppelwechsel taktisch wie ich finde sehr gut umgestellt. Könnte diese Dreierkette auch ein Modell für die Zukunft sein? Hector hat mir in HZ2 im MF wesentlich besser gefallen und gleichzeitig würden wir auch das "RAV-Problem" lösen (Olkowski fand ich heute - bis auf die Elfmeterszene - wieder sehr schwach).

Du hast echt ein Rad ab -Sorry - aber das war von Anfang an der Plan von Stöger..., .

Du musst ein   Wink setzen, sonst verpasst man Dir noch ein jocolor

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 09:30

Plissken schrieb:
fccassandra schrieb:
Novesia schrieb:Stöger sollte endlich mit diesem Defensiv-Mist aufhören. Die Mannschaft kann und will mehr! Immerhin hat er in der 2. Halbzeit seinen "Fehler" korrigiert und mit dem Doppelwechsel taktisch wie ich finde sehr gut umgestellt. Könnte diese Dreierkette auch ein Modell für die Zukunft sein? Hector hat mir in HZ2 im MF wesentlich besser gefallen und gleichzeitig würden wir auch das "RAV-Problem" lösen (Olkowski fand ich heute - bis auf die Elfmeterszene - wieder sehr schwach).

Du hast echt ein Rad ab -Sorry - aber das war von Anfang an der Plan von Stöger..., .

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Mir scheint ihr guckt alle nur EffZeh Spiele...

Dortmund hatte in dieser Saison, abgesehen vom Bayern Spiel, in jedem Spiel 5 Großchancen und schießt dazu noch 2-3 Tore und dann kommen noch etliche Halbchancen dazu...

Wie viele Großchancen hatte der BVB gestern in der ersten Halbzeit? Keine einzige!!! Und warum? Weil Auba und Gündogan komplett aus dem Spiel genommen worden sind und der EffZeh richtig kompakt stand. Mickidingsda konnte als einziger von denen für ein bißchen Unruhe sorgen. Dortmund hat den Ball teilweise völlig hilflos rumkreisen lassen und immer wieder nach hinten gespielt...

In der zweiten Halbzeit waren die Dortmunder - wie zu erwarten - platt und der EffZeh stand folgerichtig höher, hat die Bienen früher gestört und so zu Fehlern gezwungen. Der Bürki ist fast jedes mal wenn  er einen Rückpass bekommen hat von einem EffZeh Spieler angelaufen worden, während die anderen die Abwehr des BVB zugestellt haben.

Fazit: Stöger hat Tuchel ausgecoacht, und Tuchel hat es - wie die meisten hier - nicht wirklich mitbekommen...

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Plissken am So 20 Dez 2015, 09:51

fccassandra schrieb:
Plissken schrieb:
fccassandra schrieb:
Novesia schrieb:Stöger sollte endlich mit diesem Defensiv-Mist aufhören. Die Mannschaft kann und will mehr! Immerhin hat er in der 2. Halbzeit seinen "Fehler" korrigiert und mit dem Doppelwechsel taktisch wie ich finde sehr gut umgestellt. Könnte diese Dreierkette auch ein Modell für die Zukunft sein? Hector hat mir in HZ2 im MF wesentlich besser gefallen und gleichzeitig würden wir auch das "RAV-Problem" lösen (Olkowski fand ich heute - bis auf die Elfmeterszene - wieder sehr schwach).

Du hast echt ein Rad ab -Sorry - aber das war von Anfang an der Plan von Stöger..., .

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Mir scheint ihr guckt alle nur EffZeh Spiele...

Dortmund hatte in dieser Saison, abgesehen vom Bayern Spiel, in jedem Spiel 5 Großchancen und schießt dazu noch 2-3 Tore und dann kommen noch etliche Halbchancen dazu...

Wie viele Großchancen hatte der BVB gestern in der ersten Halbzeit? Keine einzige!!! Und warum? Weil Auba und Gündogan komplett aus dem Spiel genommen worden sind und der EffZeh richtig kompakt stand. Mickidingsda konnte als einziger von denen für ein bißchen Unruhe sorgen. Dortmund hat den Ball teilweise völlig hilflos rumkreisen lassen und immer wieder nach hinten gespielt...

In der zweiten Halbzeit waren die Dortmunder - wie zu erwarten - platt und der EffZeh stand folgerichtig höher, hat die Bienen früher gestört und so zu Fehlern gezwungen. Der Bürki ist fast jedes mal wenn  er einen Rückpass bekommen hat von einem EffZeh Spieler angelaufen worden, während die anderen die Abwehr des BVB zugestellt haben.

Fazit: Stöger hat Tuchel ausgecoacht, und Tuchel hat es - wie die meisten hier - nicht wirklich mitbekommen...

Nicht meine Sicht der Dinge.
Vielmehr war die anfängliche Einigeltaktik nach Sokratis Kopfballtor (eine Situation, die leider typisch für Maroh ist, der für einen IV katastrophal kopfballschwach ist - wäre es anders wäre er allerdings auch der weltbeste IV, denn taktisch und auf dem Boden ist er spitze) Makulatur!

Also hat Stöger von der ursprünglichen Taktik Abstand nehmen müssen, was der Mannschaftsleitung offensichtlich gut getan hat. Zunächst wurde Hector ins Mittelfeld vorgezogen und auf Viererkette umgestellt, später (nach Modestes Einwechselung) sogar auf Dreierkette. Alles sehr mutig und aufgrund der enormen Kampf- und Laufbereitschaft der Truppe konnte auch das Dortmunder Umschaltspiel weitgehend entschärft werden.

Das war jedoch nicht der ursprüngliche Matchplan - der ging auf einen Punkt ermauern - mit viel Glück vielleicht ein eigenes Tor erkontern.

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 10:14

@ Plissken: Ich hab' doch schon extra das Wort Fehler in "..." gesetzt...

@ fccassandra: Gehörte das Gegentor auch zu Stögers Matchplan? Wenn man fußballerische Überlegenheit nur an den Großchancen festmacht, hast Du wohl recht (dann hätte Spanien allerdings auch nie Welt- und Europameister werden dürfen). Ich hatte eher den Eindruck, daß Dortmund nach dem Führungstreffer erstmal einen Gang zurückgeschaltet hat, und der FC deswegen erstmalig ein klein wenig Luft zum Atmen bekam (die er dann aber auch, das gebe ich zu, gut genutzt hat, um zumindest kämpferisch ins Spiel reinzukommen).

MMn spielte der FC u.a. auch aufstellungsbedingt 20 Minuten lang überhaupt nicht mit, und wenn das der Matchplan gewesen sein sollte... Auch was die 2. Halbzeit betrifft bin ich nach wie vor der Meinung, daß erst nach dem Doppelwechsel so richtig die Post abging (wenngleich auch die Maßnahme mit Hector, da bin ich ganz bei Plissken, schon eine erste Weichenstellung in die richtigere Richtung war). Mit dem Powerfußball (und dem Mut und dem Risiko) der letzten 20 Minuten hätten wir übrigens auch so manch anderen Gegner in die Knie zwingen können...

PS: In Deiner Analyse fehlt noch die Aussage, daß der FC sogar hätte in Führung gehen können, wenn Bürki nicht den Kopfball von Hummels hält. Wink

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von bodensee57 am So 20 Dez 2015, 10:46

Hallo Leute

glaube nicht dass es die Absicht von Stöger war dass die ganze Truppe, außer Lehmann, am Anfang so ängstlich agiert hat.
Das Tor war sehr schlecht verteidigt und es wurde noch die eine oder andere Halbchance zugelassen.
Aber Fc hat sich rein gekämpft und auch spielerisch gesteigert (außer Risse)
der Sieg war letztendlich hoch verdient, Horn hatte wenig bis gar nichts zu halten.
Taktische Meisterleistung von Stöger und gute Wechsel !

Frage an die Kölner : gab es heute Nacht noch genügend Kölsch in Köln oder ist es aus gegeangen ?

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Billy Goat am So 20 Dez 2015, 10:56

Der BVB ließ in HZ2 stark nach und durch die späten Wechsel wurde der Druck vom FC so stark erhöht, da konnte der BVB nicht mehr gegen halten.

Absolut superstark die fulminante Kopfballvorlage von Sörensen auf Modeste!


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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 11:10

Boah, wat sin dann he für Nörjelspitter unjerwäs.

Ich bin 20 Minuten nach Abpfiff gegangen und hatte trotzdem in der Bahn Platz ohne Ende.
Da waren bestimmt noch 40.000 zufriedene und feiernde FC Fans im Stadion.

Dat is kein FIFA XY; die om Feld maachen nit dat, wat ihr mit dr Knöpp op dr Fernbedienung drücke wollt, Un dr Jechner schon ens jar nit.

Das Spiel war geil, die Stimmung war geil - hier ein Dank an die Dortmunder Fans; während unserer Hymne war es mucksmäuschenstill, gibt es seltenst - und jeder hat sich für den anderen aufgerieben. Jetzt über den ein oder anderen Fehler (und Spieler) zu schwadronieren ist in meinen Augen, wie ich schon schrieb, wat für ene Nörjelspitter.

Frohe Weihnachten.

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 11:14

Bin insgesamt auch einfach nur zufrieden.
Nach ängstlichem Anfang alles richtig gemacht und auch endlich mal das nötige Quentchen Glück gehabt.

Geile zweite Hälfte, geile Stimmung und am Ende leider wenig Stimme! Very Happy

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...Anmerkungen inklusive

Beitrag von FC-real observer c.g.s. am So 20 Dez 2015, 11:27

Novesia schrieb:@ Plissken: Ich hab' doch schon extra das Wort Fehler in "..." gesetzt...

@ fccassandra: Gehörte das Gegentor auch zu Stögers Matchplan? Wenn man fußballerische Überlegenheit nur an den Großchancen festmacht, hast Du wohl recht (dann hätte Spanien allerdings auch nie Welt- und Europameister werden dürfen). Ich hatte eher den Eindruck, daß Dortmund nach dem Führungstreffer erstmal einen Gang zurückgeschaltet hat, und der FC deswegen erstmalig ein klein wenig Luft zum Atmen bekam (die er dann aber auch, das gebe ich zu, gut genutzt hat, um zumindest kämpferisch ins Spiel reinzukommen).

MMn spielte der FC u.a. auch aufstellungsbedingt 20 Minuten lang überhaupt nicht mit, und wenn das der Matchplan gewesen sein sollte... Auch was die 2. Halbzeit betrifft bin ich nach wie vor der Meinung, daß erst nach dem Doppelwechsel so richtig die Post abging (wenngleich auch die Maßnahme mit Hector, da bin ich ganz bei Plissken, schon eine erste Weichenstellung in die richtigere Richtung war). Mit dem Powerfußball (und dem Mut und dem Risiko) der letzten 20 Minuten hätten wir übrigens auch so manch anderen Gegner in die Knie zwingen können...

PS: In Deiner Analyse fehlt noch die Aussage, daß der FC sogar hätte in Führung gehen können, wenn Bürki nicht den Kopfball von Hummels hält. Wink

...da bin ich aber total bei plissken und novesia!
Für eine derart verko(r)kste caasandra-Analyse hätte sich selbst der Icon-Hero-Däumling geschämt, was ja nicht unbedingt seine Lieblingstätigkeit war:

Die ersten 25 Minuten waren MURKS von vorne bis hinten - der einzige FCler, der mal in die Nähe eines Dortmunders kommen wollte war Lehmann, der Rest hielt gehörigen Abstand und guckte offenbar erstaunt zu, daß ein Team auch über mehr als 2 Stationen den Ball in den eigenen Reihen halten konnte. Das war STÖGER'scher Schlafwagenfußball nahezu at its worst!

Zum bereits von vielen auch aus meiner Sicht korrekt beschriebenen Rest-Verlauf möchte ich nur noch einige Schlußfolgerungen hinzufügen:

Es besteht m.E. beim FC immer noch -zur nächsten Saison wohl auch erheblicher- Bedarf an dynamischen, schnellen und spielstarken AVs.
Olkowski ist noch weit von der Form entfernt, wo man nicht über Alternativen nachzudenken brauchte UND HECTOR ist/wäre mMn beim FC weit stärker/produktiver im MF eingesetzt, wo er mehr Präsenz und Dominanz ausübt als jeder andere beim FC.

Lehmann ist enorm fleißig und kampfstark; seine Stärken liegen allerdings fast ausschließlich bei Stören des gegnerischen Spiels -was, ohne Frage unbedingt gebraucht wird- und absolut nicht bei der Spielgestaltung. Ein Spieler wie RODE wäre hier die um Klassen bessere Alternative.

Was GERHARDT bringen kann, wenn man ihn nicht nur auf 20 Minuten Einsätze beschränkt, zeigte er gerade in den letzten 2/3 der Spielzeit: Kaum mehr Abspielfehler bei intelligenten (weil vertikalen) Zuspielen und einen dynamischen Antritt, welcher auch über 30 und mehr Meter gehen kann sowie eine Abschlußfähigkeit, die allen anderen MF-Spielern leider seit Monaten/Jahren total abgeht.

RISSE benötigt offenbar die Winterpause dringender als andere - offensichtlich nicht aus körperlichen, sondern mehr mentalen Gründen. Die RAV-Rochade-Nummer des T-teams scheint ihn ganz kirre gemacht zu haben. Sehr schade, weil er so nicht an seine starke Vorsaison anknüpfen konnte. KEINE Glanzleistung des T-Gespanns!

Die defensive Kopfballschwäche von Maroh vor dem eigenen Tor ist seit Jahren hinlänglich bekannt und kostete schon einige Punkte, schneller wird er auch nicht mehr, insofern wäre ich etwas vorsichtiger, ihn gleich in die Elite-Klasse deutscher IVs zu heben. Über seine Spielaufbau-Fähigkeiten hat Litti zuvor bereits ausführlich gesprochen, auch wenn dies nicht alle kapiert zu haben scheinen.
Deshalb würde ich mittelfristig hier im Training stärker an der Abstellung der Schwächen (tw. zu riskante/ungenaue Abspiele) von Sörensen arbeiten und ihn ins 1a-Team integrieren wollen.
HEINTZ hat auch gestern den Eindruck unterstrichen, eine hervorragende Rookie-Saison zu spielen.


Na ja, und daß Dortmund keine Chancen gehabt hätte, das gestrige Spiel vorzeitig zu entscheiden, gehört m.E. ebenso zu cassandras Advents-Märchen. Schwamm drüber - der FC/die Mannschaft hat sich gestern mMn selbst aus dem tw. selbst aufgebürdeten Schlamassel gezogen - MIT BRAVOUR! silent

Schöne Feiertage!

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Atze am So 20 Dez 2015, 12:06

Retrospektive Oberschlaumeierei und Kritikasterei an Stöger und dem Trainerteam war, ist und bleibt reichlich albern.
Natürlich ist es absolut legitim, wenn der FC mit einer betont defensiven Taktik in ein Spiel gegen eine der besten Offensivmannschaften Europas hineingeht. Die ersten miesen 20 Minuten sind auch nicht so sehr der Taktik geschuldet, sondern den sattsam bekannten Schwächen beim passgenauen, schnellen Umschaltspiel nach vorne bei eigenem Ballbesitz. Und Cassandra hat absolut Recht mit dem Hinweis darauf, dass der BvB eigentlich über 90 Minuten verblüffenderweise keine einzige Großchance hatte. Ich kann mich auch nicht an eine einzige Heldenparade von Horn erinnern.
Hätte die IV (Maroh hat da eben auch ganz alleine im Zentrum gestanden) nicht bei der Ecke gepennt, wäre die fraglos gegebene spielerische Dominanz des BvB reichlich brotlose Kunst geblieben.
Wie dann aber das Team - Trainer und Mannschaft - den Hebel um- und den BvB mit kämpferischem Engagement langsam zerlegt haben, war schon heftig und eben auch Resultat von Stögers Arbeit - nicht dem von omnipotent erscheinen wollenden Möchtegerntrainern.

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Litti am So 20 Dez 2015, 12:22

Was für ein eindrucksvoller Stadionnachmittag! Was für ein wundervoller Jahresabschluss, vom Tor in der 90. Minute bis zur gelungenen Feier danach! Vor allem kam es sehr unerwartet. Vor und zu Beginn des Spiels war die Stimmung im Rund sehr zurückhaltend, fast ängstlich. Durch die langen Stadionkontrollen war das Stadion zur Hymne auch noch nicht ganz gefüllt. Grundsätzlich leidet derzeit die berühmte Kölner halbe Stunde vor Anpfiff durch die Sicherheitsauflagen. Und die, die schon im Stadion waren, rechneten fest mit einer Niederlage und die Optimisten höchstens mit einem Unentschieden. Entsprechend waren die Dortmunder Fans erstmal vor Anpfiff sogar etwas lauter. Einige von denen sangen sogar unsere Hymne mit. Insgesamt war die Stimmung zwischen den beiden Fanlagern vor und während des Spiels sehr friedlich und freundschaftlich. Nach dem Spiel fielen die Gefühlslagen etwas weit auseinander: Freudentaumelnde Kölner trafen auf geschockt und blas dreinschauende Dortmunder.

Zum Spiel: Von der Aufstellung her trafen ein Dortmunder 4-2-3-1 auf ein Kölner „hängendes“ 5-3-2. Der FC offenkundig erst einmal auf Sicherung bedacht, sehr tief stehend und auf Konter lauernd. „Hängend“ aber deswegen, weil die rechte Mittelfeldseite stets offen blieb und nur die linke Seite sich zum Ball hin verschob. Die Kölner Formation hätte man vom Papier auch für ein 5-4-1 halten können, aber Risse spielte tatsächlich einen halbrechten Stürmer. Dabei hatte er – so sah es zumindest für mich aus – wohl die Sonderaufgabe, Hummels aus dem Spiel zu nehmen. Mit einem unfassbaren Laufpensum verhinderte er häufig den Pass von Sokratis, Ginter oder Bürki auf Hummels und orientierte sich dann so, dass er den möglichen Rückpass auf Hummels aus dem Mittelfeld oder vom linken Verteidiger Park ebenfalls verhinderte. Da die übrige Mannschaft sehr tief stand - bis auf Zoller auf halblinks -, war Risse der Hauptfaktor, Sand ins Dortmunder Spiel zu bringen. So lenkte er mit seinen Läufen das Spiel auf die linke Kölner Seite, die sehr gut organisiert stand. Führten die Dortmunder dort den Ball, rückte Hector nach vorne auf den ballführenden Spieler, und die 5er Kette verschob sich in eine „normale“ 4er-Kette mit Heintz als LV. Auf rechts sah das beim FC anders aus: Offenkundig wussten Sörensen und Olkowski nicht so richtig, was sie taktisch zu tun hatte. Ich hatte beide genau vor mir, und es tat wirklich weh zu sehen, wie orientierungslos die beiden waren in der Anfangshalbenstunde waren. Vermutlich hoffen sie, dass Risse oder Zoller im rechten Mittelfeld spielen würden und dann Park übernehmen, wenn der vollkommen frei angespielt wurde. Das passierte ja eben nicht: Risse deckte weiter Hummels ab, und Zoller von halblinks einen sehr weiten Weg, den er aber tatsächlich gegen Ende der ersten Halbzeit ein paar Mal ging. Statt wie Hector rauszurücken, blieb Olkowski auf einer Linie mit der 4er Kette, auch weil Sörensen keine Anstalten machte, nach außen zu rücken. So standen dann bei Dortmunder Angriffen über unser linke Seite Maroh bei Aubameyang, Sörensensen beim nach vorne eilenden Kagawa, Olkowski bei Hofmann und niemand bei Park, während Hector, Heintz und Svento die ballabgewandte linke Seite abdeckten. Das hatte immerhin der Effekt, dass Heintz häufig zum Doppeln von Aubameyang in die Mitte rückte und viele Schüsse der Dortmunder einfach geblockt werden konnten. Der Nachteil war, dass Park ohne Druck und Gegenspieler mit dem Ball am Fuß sich dem Strafraum nähern konnte. In den Szenen, wo Park doch direkt angegriffen wurde, dachte ich: geniale Idee des Trainerteams! Der Passweg auf Park wird offen gelassen, und wenn Park gepresst wird, hat der keine Anspielstation, auch nicht den Rückpass auf Hummels. Leider klappte halte das Verschieben auf der rechten Seite gar nicht, so dass am Ende genau über die Seite dann auch der Eckball entstand, der zum 0:1 führte. Dass die Trainer sich das anders gedacht hatten und die rechte Seite ebenso wie die linke sich nach vorne verschieben sollte, so dass die 5er-Kette sich ballorientiert in eine 4er Kette transformiert, sah man dann anschließend. Nachdem Park nochmal frei auf links stand, reichte es unserem Kapitän Matse Lehmann und instruierte mir ruhigen Gesten erst Olkowski, dass er doch bitte weiter aufrücken soll, dann Sörensen, dass der sich weiter nach außen orientieren möge. Und wie von Zauberhand sah dann die Formation nicht nur wie im Lehrbuch („pendelnde 4er Kette“, Herr Schubert wurde ja dafür jünst gefeiert) aus, sondernd er FC bekam Zugriff auf das Spiel. Hummels war für den Spielaufbau weiterhin bei Risse abgemeldet, nur kam Park jetzt nicht mehr richtig ins Spiel, weil er direkt attackiert wurde. Bei Ballgewinn rückte Risse nach Rechtsaußen, Zoller in die Mitte, und die Dortmunder hatten massive Probleme die Kölner rechte Seite zu stoppen.

In der zweiten Halbzeit lösten Stöger und Co. Das Problem mit den hängenden Pendel, indem meist Hector ins Mittelfeld vorrückte, aber situativ in die Abwehrreihe zurückkehrte, wenn Olkowski nach vorne ging. Der BVB tat dem FC auch noch den Gefallen, Hummels und Park rauszunehmen. Risse war augenblicklich von seiner Manndeckeraufgabe entbunden. Zusammen mit Zoller konnte er nun in erster ballorientiert mitpressen, und wenn der BVB eine 3-Aufbauformation wählte, indem z.B. Gündogan oder Weigl zwischen die IV sich fallen lassen, rückten Hector, Lehmann oder Gerhardt mannorientiert bis vor den Strafraum vor. Der BVB kam jetzt nur noch gelegentlich über rechts zu Kontern und ließ merklich in Konzentration und Kraft nach, während die FC-Spieler im Endspiel-Fightmodus versuchten das Spiel zu drehen. Die Herausnahme des überforderten Svento sowie von Olkowski brachte dann endgültig die Umstellung auf Offensive: Zoller spielte auf links, Modeste Spitze, Risse rechts, und Bittencourt spielte zentral und durfte quasi frei überall für Alarm sorgen, wo sich gerade der Ball befand. Damit waren die Dortmunder nun richtig überfordert: weder der über 90 Minuten vollkommen überforderte  und sehr schwache Weigl (beging insgesamt drei Fouls, die man mit „gelb“ hätte ahnden können), noch der taktisch kluge Gündogan konnten Bittencourts Sprints folgen. Das 1:1 fiel aus einer Pressingsituation heraus. Bürki will den Ball nicht ins Aus schlagen und registriert nicht, dass alle Anspielstationen gedeckt sind. Beim 2:1 sah man noch deutlich, wie müde die Dortmunder waren. Schläfrig in der Eckballverteidigung, schläfrig beim Nachsetzen, schläfrig bei (Nicht-)Abwehr des Kopfball von Söresensen. Danach war Jubel angesagt, so wie ich ihn seit Jahren nicht mehr erlebt habe.

Was sonst noch?

(1) Lehmann war überragend! Unfassbar gutes Stellungsspiel, kluge taktische Anweisungen an die Mitspieler, großartige Übersicht und Organisation. Er schmiss sich in jeden erreichbaren Zweikampf. Hier täuscht mal die Statistik: Lehmanns Pass- und Zweikampfwerte mögen nicht so grandios aussehen, aber er war unfassbar wichtig gestern!

(2) Gerhardt bringt in eine ansonsten abwesende Dynamik ins Kölner Mittelfeldspiel, die Gündogan und Weigl nicht in den Griff bekamen.

(3) Bei Svento hingegen sah man deutlich: er ist ein überdurchschnittlicher Zweitligaspieler. Er ist in der Bundesliga auf der linken Außenposition ein wichtiger Ergänzungsspieler. Er mag gegen Abstiegskandidaten wie Bremen mal ein wichtiger Ersatz sein, aber wenn Qualität wie des BVB ihm entgegensteht, dann ist er doch arg überfordert. Und dabei konnte man an einigen Szenen sehen, dass er gerade individuell in Topform ist.

(4) Heintz wird unser nächster Nationalspieler. Stark als linker Innenverteidiger, stark als linker Defensivaußenverteidiger. Oder vielleicht darf er mit Horn zu den Olympischen Spielen? Beide sind ja ein Jahr zu alt, aber beide kennen Trainer und Mannschaft, und beide decken Positionen ab, bei dem die Olympiamannschaft Bedarf hat. Und Olympia in Brasilien ist bestimmt cooler als von der Bank aus ein 1:1 gegen Nordirland anzuschauen.

(5) Sörsensen…als Manndecker gut, aber ansonsten taktisch wirklich als IV überfordert. Als defensiver rechter Verteidiger fand ich ihn hingegen wirklich hervorragend. Von außen rückt er besser nach innen und außen und liest die Spielsituationen besser als in der Zentrale. Wir haben mit Sörensen einen rechten Verteidiger geholt – ohne dass wir es wussten. Wenn Du nach zwei Jahren in Italien und dann 6 Monaten in Deutschland bei 5er Kette dermaßen orientierungslos bist, dann gibt es nicht mehr viele Ausreden.

(6) Vielleicht brauchen Olkowski und Sörensen einfach einen zusätzlichen Deutschkurs. Es war schon sehr auffällig, dass die beiden anfangs nicht wirklich wussten, was sie taktisch zu tun hatten (und alle anderen Spieler doch). Vielleicht haben Sie die Ansprache vor dem Spiel einfach nicht richtig verstanden?

(7) Zoller und Modeste passen gut zusammen.

(8 ) Risse habe ich nicht schlecht gesehen, sondern sehr effektiv im Stören des Spielaufbaus.

(9) Nach Stadionsicht hätte ich den Elfmeter auch nicht gegeben. Für mich sah es live so aus, als müsste Olkowski da nicht hinfallen, zumal keine Gefahr für das Dortmunder Tor drohte. Und dann sehe ich die TV-Bilder und muss sagen: Ja, war ein Elfmeter. Habe aber Verständnis für den Schiri.

(10) Wir werden es in der Rückrunde schwerer haben. Abgesehen von den Schiri-Leistungen hatte der FC zumindest Spieltagsplanungsglück: Gladbach in der Formkrise, Schalke und Leverkusen nach den Europapokalspielen, Dortmund nach dem DFB-Pokal – das waren 12 Punkte, die wir in der Rückrunde nicht noch einmal automatisch holen.

(11) Gewonnen haben wir durch Kampf, Laufbereitschaft, taktisches Geschick, nicht durch spielerisch feine Züge. Wenn man sich anschaut, wie die Abstiegskandidaten aufrüsten, sollte uns die Euphorie über den gestrigen Überraschungssieg nicht darüber täuschen, dass es in der Rückrunde nur und ausschließlich gegen den Abstieg geht.

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Ingolstädter am So 20 Dez 2015, 12:49

Schöner Bericht, Litti! Danke dafür!
Du hast schön herausgearbeitet, dass Risse, der bei aller Kritik, doch auch Gutes für unser Spiel geschaffen hat, nicht ganz so schlecht war wie bei vielen gesehen. Wie ich schon mal erwähnt habe, muss er unbedingt an seinen Freistößen arbeiten, die bis auf eine Szene gegen Augsburg durchwegs zeimlich schwach getreten waren.
Ansonsten ist unsere IV besonders herauszuheben, Lehmann, Gerhard und Hector nach Anfangsschwierigkeiten mit starktem Auftritt. Die Auswechslungen wirkten sich endlich sehr positiv aus! Zoller mit einem seiner besten Auftritte im Geisbock-Trikot.
Dass man Timo einmal nicht erwähnen muss, zeigt, dass er an sich wenig zu halten hatte.
Bemerkenswert auch, dass hinten raus der FC klar mehr Power hatte, was natürlich auch mit der Mehrfachbelastung des BvB erklärbar ist. Dennoch, wir haben insbesondere in der 2. Halbzeit einen starken FC gesehen, was in dieser Art und Weise nicht zu erwarten war. Wer die Dortmunder in den letzten Bundesligawochen gesehen hat, wo sie in jedem Spiel mindestens ein halbes Dutzend hochkarätigster Chancen herausgespielt haben, der kann stolz sein auf unsere Teamleistung, auch wenn es etwas dauerte bis sie auf Touren kam.
Kann mir gut vorstellen, was da gestern im RES abgangen ist. Was für ein geiler Tag!
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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 13:13

@novesia

Lies dir mal Littis Analyse durch..., und dann das was ich kurz vor dem Spiel geschrieben habe (und heute hier...):

http://fc-forum.forumieren.com/t204p45-vorspiel-1-fc-koln-do-klutteplocker#11211


BTW musste Horn meines Wissens nach nicht eine Glanzparade hinlegen, Bürki allerdings zweimal...

Sehr schön analysiert Litti. Tuchel war im Interview auf Sky vor dem Spiel schon überrascht und meinte das er mit der Aufstellung überhaupt nicht gerechnet hat - ich auch nicht... - und das es ein sehr zähes Spiel werden würde, und das der BVB viel Geduld haben müsste. Sie würden sich noch was "Überlegen" bis zum Spielbeginn. 10 Minuten nach Spielbeginn hat Tuchel dann Ginter bei einer Spielunterbrechung an die Seitenlinie geholt und auf einem Zettel taktische Anweisungen gegeben...

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Billy Goat am So 20 Dez 2015, 13:22

Egal wie man die Stögersche Aufstellung/Taktik kritisiert; Tatsache ist, der BVB hatte nicht wirklich viele Torchancen. Normalerweise generiert der BVB weit mehr als zehn pro Spiel und die eine oder andere sitzt dann.

Was ich nicht verstehe, warum werden bei Ecken die Pfosten oder aber wenigstens der kurze Pfosten nicht abgedeckt?

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 13:29

Litti schrieb:(4) Heintz wird unser nächster Nationalspieler. Stark als linker Innenverteidiger, stark als linker Defensivaußenverteidiger. Oder vielleicht darf er mit Horn zu den Olympischen Spielen? Beide sind ja ein Jahr zu alt, aber beide kennen Trainer und Mannschaft, und beide decken Positionen ab, bei dem die Olympiamannschaft Bedarf hat. Und Olympia in Brasilien ist bestimmt cooler als von der Bank aus ein 1:1 gegen Nordirland anzuschauen.

Das Heintz mir besser als Wimmer gefallen würde, hätte ich im Leben nicht gedacht - der Junge spielt konstant gut und hat dazu ein linkes Zauberfüßchen. Den würde ich zur Abwechslung mal Freistöße vor dem Tor schießen lassen, von Risse wird da auf lange Sicht nix gescheites mehr kommen. Selbst Stöger und Schmidt haben nach dem xten verschossenen Freistoß schmunzeln müssen...


Zuletzt von fccassandra am So 20 Dez 2015, 13:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Plissken am So 20 Dez 2015, 13:31

Atze schrieb:Retrospektive Oberschlaumeierei und Kritikasterei an Stöger und dem Trainerteam war, ist und bleibt reichlich albern.
Natürlich ist es absolut legitim, wenn der FC mit einer betont defensiven Taktik in ein Spiel gegen eine der besten Offensivmannschaften Europas hineingeht. Die ersten miesen 20 Minuten sind auch nicht so sehr der Taktik geschuldet, sondern den sattsam bekannten Schwächen beim passgenauen, schnellen Umschaltspiel nach vorne bei eigenem Ballbesitz. Und Cassandra hat absolut Recht mit dem Hinweis darauf, dass der BvB eigentlich über 90 Minuten verblüffenderweise keine einzige Großchance hatte. Ich kann mich auch nicht an eine einzige Heldenparade von Horn erinnern.
Hätte die IV (Maroh hat da eben auch ganz alleine im Zentrum gestanden) nicht bei der Ecke gepennt, wäre die fraglos gegebene spielerische Dominanz des BvB reichlich brotlose Kunst geblieben.
Wie dann aber das Team - Trainer und Mannschaft - den Hebel um- und den BvB mit kämpferischem Engagement langsam zerlegt haben, war schon heftig und eben auch Resultat von Stögers Arbeit - nicht dem von omnipotent erscheinen wollenden Möchtegerntrainern.

Alberner Post, der total ignoriert, dass es durch das 0:1 wesentliche taktische Umstellungen gab, Stöger also seine Taktik revidieren musste - zum Glück. Das hat er auch richtig und konsequent gemacht und niemand bekittelt ihn deswegen. Wir überlegen nur, welche Schlussfolgerungen man daraus für die Zukunft ziehen soll. Ich meine, von Anfang an offensiver aufstellen, Du hältst dagegen die 5er-Abwehrreihe nach wie vor für die richtige Anfangsaufstellung, obwohl sie - mit Verlaub - nichts außer dem 0:1 gebracht hat. Aber bitte schön. Ich vertraue da eher auf Stögers Lernfähigkeit als Deine Taktikkenntnisse.

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Ballermann am So 20 Dez 2015, 13:32

bei der risse kritik geht es auch meist nicht um sein taktisches verhalten, seine laufbereitschaft und seine einstellung. es liegt immer wieder an seinen schwachen flanken und standads. seine passquote lag bei desolaten 39 prozent, und da hat er ja selbst den ball und kann etwas bewegen. wer viel risiko eingeht hat natürlich auch keine lahm kurzpass langweilig quote, aber 39 ist schon verheerend. und wie uns die ecken eingeschenkt werden gibt zu denken. die zweite halbzeit war natürlich sehr sehr stark vom fc und wir haben ein tolles spiel abgeliefert.
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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 13:36

Ingolstädter schrieb:Wie ich schon mal erwähnt habe, muss er unbedingt an seinen Freistößen arbeiten, die bis auf eine Szene gegen Augsburg durchwegs zeimlich schwach getreten waren.

"Die Geißböcke boten in der Anfangsphase mehr Struktur an als der Rivale. Die Führung war so nicht unverdient: Risses Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld flog in den Sechzehner. Papadopoulos verlängerte unfreiwillig nach rechts zu Maroh, der aus fünf Metern volley ins linke Eck einnetzte (17.)."

"Risses Ecke flog ins Zentrum, wo Maroh vollkommen freistehend aus sieben Metern platziert ins rechte Eck einnickte (72.)."

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 17:18

Gestern, völlig euphorisiert aus dem Stadion kommend, konnte ich so manchen Beitrag hier nicht nachvollziehen. Habe mich dann deshalb doch zurückgehalten und mir vorgenommen, meine Vor-Ort-Eindrücke heute nochmal durch das Re-Live auf FC-TV zu überprüfen. Und ich muss feststellen, dass ich mich nicht getäuscht hatte und wollte nun gerade ausholen, um das Gesehene niederzuschreiben und lese dann Littis Beitrag. Vielen Dank dafür, sehr gute Analyse, der ich in weiten Teilen so zustimmen kann.

Damit sollte auch die Mär von Stögers früher taktischer Umstellung (Hector ins Mittelfeld) als Argument gegen die 5er-Kette widerlegt sein. Ich hoffe @plissken liest Littis Beitrag und versteht ihn dann auch.

Auch Risses Rolle beschreibt Litti vortrefflich, Hummels kam nicht einmal dazu, einen seiner gefährlichen Vertikalpässe zu spielen, er war praktisch aus dem Spiel genommen. Klar, die Pässe und Standards von Risse waren teils haarsträubend, aber seine taktischen Aufgaben hat er erste Sahne erfüllt.

Gerhardt wünsche ich eine gute Vorbereitung, damit er den Start in die Rückrunde als Stammkraft beginnen kann, gerne dann auch neben Lehmann, den ich im Mittelfeld als wertvoller ansehe als Vogt.

Auch die Wechsel von Stöger waren perfekt, Bittencourt als schnellen, dribbelstarken Spieler für das letzte Spieldrittel aufzuheben war genau richtig, ebenso Modeste mal von der Bank kommen zu lassen.

Das war ein versöhnlicher Abschluss gestern, die Tendenz der zweiten Hinrundenhälfte konnte gebrochen werden, Modeste hat wieder getroffen, Zollers Standing sollte sich auch etwas gebessert haben und das Team hat sich durch den Sieg gegen den Tabellenzweiten hoffentlich wieder etwas Selbstvertrauen geholt. Psychologisch war das extrem wertvoll gestern und das macht mich froh und stimmt mich versöhnlich. 24 Punkte nach der Hinrunde sind über dem Soll und dem Erwarteten.

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von kim am So 20 Dez 2015, 18:02

Ein überragender Hinrundenabschluss mit einer großartigen Spieldramaturgie. Man kennt es ja, wie der BVB von Anfang an den Gegner nach hinten reindrängt, aber so war es getern nicht ganz und man musste sich deshalb nicht schon in dieser Erwartung so einigeln - fand ich etwas zu hasenfüßig. Nach dem unnötigen 0:1 änderte sich aber langsam ziemlich alles, der FC wurde in gleichem Maße stärker, wie der BVB abbaute bis zum furiosen Finale!
Nach der gewohnt starken Spielanalyse von Litti (danke vielmals) erspare ich mir weitere Anmerkungen zumal ich in der Kneipe etwas zu weit vom TV stand, so dass ich nicht immer die einzelnen Spieler ausmachen konnte.
Solche FC-Auftritte wünsche ich mir in der Rückrunde häufiger und vor allem gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.
Schöne Feiertage!

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Plissken am So 20 Dez 2015, 18:03

doppelherz schrieb:Gestern, völlig euphorisiert aus dem Stadion kommend, konnte ich so manchen Beitrag hier nicht nachvollziehen. Habe mich dann deshalb doch zurückgehalten und mir vorgenommen, meine Vor-Ort-Eindrücke heute nochmal durch das Re-Live auf FC-TV zu überprüfen. Und ich muss feststellen, dass ich mich nicht getäuscht hatte und wollte nun gerade ausholen, um das Gesehene niederzuschreiben und lese dann Littis Beitrag. Vielen Dank dafür, sehr gute Analyse, der ich in weiten Teilen so zustimmen kann.

Damit sollte auch die Mär von Stögers früher taktischer Umstellung (Hector ins Mittelfeld) als Argument gegen die 5er-Kette widerlegt sein. Ich hoffe @plissken liest Littis Beitrag und versteht ihn dann auch.

doppelherz

Ich sehe keinen wirklichen Widerspruch zwischen Littis und meiner Analyse. Schreibt er nicht auch ausdrücklich davon, dass Hector ins Mittelfeld gezogen wurde und durch Modestes Einwechselung auf Dreierkette umgestellt wurde. Die Auflösung der Fünferkette durch Hectors Ziehen ins Mittelfeld ist spätestens zur Pause ganz offensichtlich vorgenommen wurden. Offensichtlich, weil man zurück lag.

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

Beitrag von Gast am So 20 Dez 2015, 18:52

Plissken schrieb:
doppelherz schrieb:Gestern, völlig euphorisiert aus dem Stadion kommend, konnte ich so manchen Beitrag hier nicht nachvollziehen. Habe mich dann deshalb doch zurückgehalten und mir vorgenommen, meine Vor-Ort-Eindrücke heute nochmal durch das Re-Live auf FC-TV zu überprüfen. Und ich muss feststellen, dass ich mich nicht getäuscht hatte und wollte nun gerade ausholen, um das Gesehene niederzuschreiben und lese dann Littis Beitrag. Vielen Dank dafür, sehr gute Analyse, der ich in weiten Teilen so zustimmen kann.

Damit sollte auch die Mär von Stögers früher taktischer Umstellung (Hector ins Mittelfeld) als Argument gegen die 5er-Kette widerlegt sein. Ich hoffe @plissken liest Littis Beitrag und versteht ihn dann auch.

doppelherz

Ich sehe keinen wirklichen Widerspruch zwischen Littis und meiner Analyse. Schreibt er nicht auch ausdrücklich davon, dass Hector ins Mittelfeld gezogen wurde und durch Modestes Einwechselung auf Dreierkette umgestellt wurde. Die Auflösung der Fünferkette durch Hectors Ziehen ins Mittelfeld ist spätestens zur Pause ganz offensichtlich vorgenommen wurden. Offensichtlich, weil man zurück lag.

Im Vorspiel-Thread hast Du behauptet, Stöger hätte nach dem 0:1 auf Dreier-Kette umgestellt, was schlichtweg falsch ist.

Plissken schrieb:...Besser wurde es ja erst Stöger nach dem 0:1 auf Dreierreihe umgestellt und Hector ins Mittelfeld beordert hat. Das ist Dir sicher auch aufgefallen, nicht wahr...

Wie die 5er-Kette mit den rausrückenden AV funktioniert hat (bzw. in den ersten 20 Minuten hätte sollen), hat Litti ja sehr gut erklärt. Für Dich hat es wohl wie ´ne 3er-Reihe ausgesehen, oder Du wolltest einfach nochmal Deine tiefe Abneigung (die ich übrigens nahezu teile) gegen die 5er-Reihe betonen und sie durch eine angeblich nach dem 0:1 vollzogene Abkehr Stögers von der Variante untermauern bzw. legitimieren.

Die 5er-Reihe hatte aber aus meiner Sicht noch weit bis in die zweite Halbzeit Bestand, nur das die Außenverteidiger nun endlich viel höher standen. Dass das eigentlich schon eher so beabsichtigt war, bestätigt auch Lehmann in den Nachspiel-Interviews (s. FC-TV), er spricht auch explizit von "höher stehenden Außenverteidigern". Es war dann kurz nach den Wechseln, in der 77. Minute (s. FC-TV), als Hector zu Stöger an die Seitenlinie lief und mit ihm scheinbar taktische Dinge besprach. Erst danach war Hector klar im zentralen Mittelfeld zu finden, es schien als ob Zoller sich auf links dann tiefer zurückfallen ließ.

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Re: Mission Europaliga. Das Nachspiel. FC:Dortmund 2:1

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